Otranto, die östlichste Stadt Italiens, verbindet türkisfarbenes Wasser mit jahrtausendealter Geschichte. Ihre strategische Lage machte sie über Jahrhunderte zur Brücke zwischen Orient und Okzident.
Die bezaubernde Altstadt
Ein Gang durch die Altstadt von Otranto ist eine Zeitreise. Umschlossen von mächtigen aragonesischen Mauern führen enge weiße Gassen zu großartigen Blicken über den Hafen. Die tragische Geschichte der Stadt steckt in ihren Steinen – vor allem in der Erinnerung an die 800 Märtyrer, die sie bei der osmanischen Invasion von 1480 verteidigten.
Die Kathedrale und der Lebensbaum
Die Kathedrale von Otranto birgt eines der schönsten und rätselhaftesten Bodenmosaike des Mittelalters. Im 12. Jahrhundert geschaffen, zeigt es einen riesigen „Baum des Lebens“, der biblische Erzählungen, Mythologie und historische Gestalten verbindet. Unter dem Kirchenschiff bildet die Krypta mit ihren 42 unterschiedlichen Säulen einen Wald aus Stein von tief spiritueller Wirkung.
Natürliche Wunder in der Umgebung
Kurz außerhalb der Stadt liegt der Bauxit-Steinbruch mit seinem smaragdgrünen Teich und roter Erde – fast eine Marslandschaft. Weiter südlich markiert der Leuchtturm von Punta Palascia genau den Punkt, an dem Adria und Ionisches Meer zusammentreffen; bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Bergen Albaniens.
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